Interview
Ulrich Tukur ist einer der facettenreichsten deutschen Schauspieler.
Ob im Film, auf der Theater- oder Varietébühne, Ulrich Tukur ist als Künstler in allen Sparten brillant.

1957 wurde er in Viernheim geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Mit 25 Jahren war er in ersten Theaterrollen zu sehen, zwei Jahre später erhielt für seine Rolle als SS-Offizier Kittel in "Ghetto" (Regie: Peter Zadek) den O.-E. Hasse-Preis. Am deutschen Schauspielhaus in Hamburg war er unter anderem als Hamlet, in München als Mcbeth und in Wien als Peer Gynt zu sehen.

Zu seinen wichtigsten Kinorollen gehören "Stammheim" (1986, Regie: Reinhard Hauff) und "Felix" (1986, Regie: Sander-Brahms, Trotta). Einem breiten Publikum wurde er bekannt durch seine Rolle des Yuppies in dem Fernsehfilm "Das Milliardenspiel", bei dem 1989 Peter Keglevic Regie führte. In den letzten zwei Jahren spielte er mit großem Erfolg den "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen.

Seit 1995 ist Ulrich Tukur, zusammen mit Ulrich Waller, künstlerischer Leiter der Hamburger Kammerspiele. 1999 wurde dort "Der Fall Furtwängler" (Taking Sides) in der Regie von Ulrich Waller aufgeführt. Ulrich Tukur spielte Major Steve Arnold.

Aufmerksamkeit erregte auch seine glaubhafte Darstellung Dietrich Bonhoeffers in dem Kinofilm "Bonhoeffer - Die letzte Stufe"
(1999, Regie: Eric Till).

Ulrich Tukur übernimmt in TAKING SIDES die Rolle des Helmut Rode, 2. Violinist der Berliner Philharmoniker, der dann Major Arnold bei seinen Untersuchungen hilft.